Verursachende Muster

In der Regel machen nahestehende Personen Menschen krank, weil die Erwartungshaltungen und Projektionen der Eltern mit den Anlagen ihrer Kinder nicht zur Deckung zu bringen sind. Die Tatsache, dass kein Lebewesen (Säuger) solange in Abhängigkeit zu seinen Erzeugern lebt wie der Mensch macht die Problematik der Unfreiheit und Dressuren deutlich. Ein Drittel seines Lebens ist der Mensch von seinen Eltern direkt abhängig. Da er in dieser Zeit nicht erwachsen werden kann, wird er zwar alt, aber nicht reif. Das bedeutet, dass bei den Eltern auch das größte Heilungspotential liegt. Es wird aber nicht genutzt. Stattdessen treten die meisten Menschen in die Fußstapfen ihrer Eltern und führen damit auch ihre Krankengeschichte weiter. Daher wird Kapillarblut der Eltern beigefügt, sofern das möglich ist. Sollten Mutter oder Vater des Patienten nicht mehr am Leben oder aus bestimmten Gründen nicht verfügbar sein, gibt es dennoch alternative Möglichkeiten, dieses Manko zu überwinden.

Der Zusatz der Elternanteile hat folgenden Sinn:

Bei Kindern fehlt in der Regel die Absicherung und die Lebensbestätigung durch die Mutter, worauf sich Störungen wie ADS, Allergien, Infektneigungen, Ängste, und Neurosen ausbilden. Um diesen Prozess umzukehren muss das Leben nachträglich bestätigt werden. Dazu ist das Blut der Mutter erforderlich.
Geht es um mangelnde Orientierung und Halt, sowie fehlende Selbstakzeptanz und Anerkennung ist das Blut des Vaters erforderlich. Das Mittel für das Kind wird von Mutter und/oder Vater parallel eingesetzt, damit sich die Eltern ein tatsächliches Bild von ihrem Kind machen können. Eltern können dann nachvollziehen, wie sich ihr Kind fühlt, wie es denkt und letztlich so handelt. Durch das Mittel erhalten die Eltern einen sehr genauen Spiegel ihrer eigenen Projektionen auf ihr Kind zurück. Diese Form der Auseinandersetzung ist ausgesprochen hilfreich, da sich auf diese Weise Zugänge ohne zwanghaftes Zutun entwickeln und intensiv genutzt werden können.

Bei Erwachsenen kann die Integration der Elternanteile die Abkoppelung von den Dressurmustern ermöglichen. Durch das Elternblut wird das eigene von der Quelle differenziert und damit überhaupt erst erkennbar. Was bin ich und was ist Mutter und/oder Vater? Patienten erleben dabei recht häufig die Lebenswirklichkeit von Mutter/Vater durch deren Augen und können damit jene Prozesse simulativ vorwegnehmen, unter denen jene leiden. Dadurch wird vermieden, dass diese Störungen später selbst durchlitten werden müssen.

Beim Einsatz in der Praxis zeigt sich zunächst eine Auseinandersetzungen zwischen Kinder und Eltern, die das Thema der eigenen Identifikation emotionell stark berührt. In dieser Klärungsphase werden die eigenen Fehlleistungen erkannt und häufig als Ausdruck selbst erworbener Muster verstanden.

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