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Prolog

Was setzt freie Meinungsbildung voraus?

Zunächst einmal sollte das Bedürfnis nach einer eigenen Meinung bestehen. Darüber hinaus müssen Informationen frei verfügbar sein, die der Meinungsbildung dienen. Bereits an dieser Stelle sollte man sich grundsätzlich über die Qualität von Informationen im Klaren sein, denn es gibt im Prinzip keine objektiven Informationen, sondern nur subjektive Wahrnehmungen, die durch das Filtersystem des Beobachters wirken. Jede aufgenommene Information durchläuft seinerseits ein vielschichtiges Erkennungssystem und ruft immer dort Reaktionen hervor, wo sie aufgrund der Resonanz mit bewussten oder unbewussten Inhalten konfrontiert wird. Auf der Basis erlernter, dressierter oder erfahrener Codierungen werden Informationen entweder angenommen oder abgelehnt. Wenn beispielsweise in Menschen religiöse, politische, wissenschaftliche, historische oder weltanschauliche Glaubenssätze codiert werden, entsteht eine Instanz, die verhindert, das Codierte in Frage zu stellen, da der Zweifel Sanktionen in Form von Bestrafungen und Verfemungen nach sich zieht, was in der Regel Angst erzeugt und den Entzug von Zuwendung und Wärme bedeutet. Die Mythen gehören daher zu den mächtigsten Werkzeugen kontrollierender Systeme, da sie gewährleisten, dass das Behauptete nicht überprüft werden kann.

Es gibt in der Entwicklung des Menschen nur zwei wirklich epochale Erfindungen: Das Rad und das Fernsehen. Das Rad befördert die Dinge und das Fernsehen die Illusionen. Die Welt ist in den Köpfen der meisten Menschen immer noch eine Scheibe und daran hat sich seit dem Feuertod von Giordano Bruno nichts geändert. Thomas Morus wurde 1535 auf das Schafott geführt, weil er das Recht auf freies Denken für freie Menschen forderte. Darauf warten wir bis heute. Machen Sie sich auch von dem Irrglauben frei, das die Wissenschaft objektiv sei. Es gibt keine freie Wissenschaft. Sie ist letzlich eine Hure, denn sie dient nur dem, der sie bezahlt. Forschende Akademiker sind in der Regel von ihrem Brötchengeber genau so abhängig, wie jeder Büroangestellte auch. Sie werden daher in aller Regel vemeiden, Dinge zu veröffentlichen, die den herrschenden Doktrinen widersprechen, um sich nicht von den Futternäpfen abzuschneiden, aus denen sich nur jene ausreichend bedienen dürfen, die mit dem Mainstream konform gehen. Seien sie vor allem dann misstrauisch, wenn fast alle Wissenschaftler zu einem Gebiet das gleiche sagen. Dann kann das nicht stimmen. Der Wissenschaftsmarkt ist vor allem ein Markt der Eitelkeiten, auf dem sublimierter Minderwert durch den Veröffentlichungsdruck kompensiert wird.
Hinterfragen Sie daher, was man ihnen erzählt und recherchieren Sie selbst, soweit ihnen das möglich ist. Fragen Sie immer nach der Intention einer Information: Wem nützt sie und wem schadet sie? Wenn Sie herausfinden, wem etwas nützt (und wem es schadet), wissen sie, warum eine Information verbreitet wird. Es gibt keine zweckfreien Informationen. Jeder Information wohnt eine Absicht inne.
Es gibt keine "öffentliche Meinung". Das, was wir dafür halten, ist eine veröffentlichte Meinung jener, die das Geld und die Macht besitzen, ihre Meinung zu veröffentlichen. Das hat nichts mit der Meinung der Menschen zu tun, die diese Meinung konsumieren. Daher gibt auch keine freie Journalisten oder Redakteure, denn diese singen die Lieder jener, dessen Brot sie essen. Die Mitglieder der schreibenden Zunft wünschen sich - wie alle anderen in Abhängigkeit stehenden Menschen auch - dass ihr Salär am Monatsende pünktlich überwiesen wird. Dazu sollten sie tunlichst nicht von der Linie ihres Verlegers abweichen, sonst wird dies problematisch. Daher dienen die Medien auch nicht der Vermittlung von Wissen, sondern der Unterhaltung. 95% medialer Inhalte sind Ablenkungsmanöver, die die Menschen davon abbringen, selbständig zu denken, damit jene, die die Medien kontrollieren, ihr Spiel spielen können: Das Global Play. Diese Spieler kontrollieren die Schnittstellen menschlicher Bedürfnis- und Belohnungssysteme: Nahrung, Energie, Information, Unterhaltung und Geld. Glauben Sie auch nichts von dem, was sie hier lesen, sondern überprüfen sie es selbst. Übernehmen Sie nur dass, was sie vollständig durchdacht haben und insgesamt schlüssig ist. Sobald sie an einer bestimmten Darstellung Zweifel hegen, verwerfen Sie diesen Ansatz. Lernen sie Täuschungen zu erkennen. Stellen Sie Fragen und entdecken Sie Zusammenhänge. Lassen Sie sich nicht von dem Wurm beeindrucken, der vor ihren Augen am Angelhaken hängt, sondern folgen Sie der Schnur, die zu demjenigen führt, der den Köder auslegt. Wenn Sie Antworten auf Ihre Fragen gefunden haben stehen sie dazu und seien auch VerANTWORTlich.

Wahrheit

  • beginnt oft mit Blasphemie

  • muss entdeckt werden

  • steht für sich selbst

  • muss nicht verteidigt werden

  • ist oft unglaublich

  • ist vielfach das Gegenteil von dem, was behauptet wird

  • ist die Basis von echtem Frieden: Im und zwischen den Menschen

  • ist der einzige Weg zur vollständigen und dauerhaften Heilung